SPD Stuttgart-Zuffenhausen

 

Veröffentlicht in Anträge
am 01.01.1990 von SPD in der Region Stuttgart

Konzeption eines Zentralen Omnibusbahnhofs

Die Verwaltung wird beauftragt, eine Konzeption für einen angemessenen neuen Zentralen Omnibusbahnhof zu entwickeln. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob ein neuer Zentraler Omnibusbahnhof für die Region Stuttgart nicht im Zusammenhang mit dem Umsteigebahnhof beim Flughafen Stuttgart beziehungsweise der Neuen Messe eingerichtet werden kann.

Begründung:

Im Zuge der Durchführung von „Stuttgart 21“ fällt der Zentrale Omnibusbahnhof beim Stuttgarter Hauptbahnhof weg. Bisher ist kein neuer Platz in Planung, der den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer des Omnibusreiseverkehrs gerecht wird. Auch die Busparkplätze in der Cannstadter Straße fallen den Planungen für „Stuttgart 21“ nach weg; dies würde zu einem zusätzlichen ernsten Parkplatzproblem für Busse führen.

Auch in Zukunft soll den Reisenden eine angemessene Ankunfts- und Abfahrtseinrichtung am Schnittpunkt Bahnhof zur Verfügung stehen. Die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastruktur durch Verzahnung der unterschiedlichen Verkehrsmittel berücksichtigt das moderne Mobilitätsbedürfnis und die Abwicklung von touristischen Verkehrs- und Reiseangeboten, insbesondere des stark wachsenden europäischen Fernlinienverkehrs.

Ein verkehrsgünstig gelegener und zweckmäßiger Zentraler Omnibusbahnhof trägt dem erwünschten Tourismus in der Region Stuttgart Rechnung. Auch kurze Umsteigewege sind insbesondere für Reisende mit Gepäck benutzerfreundlich. Daher ist es sinnvoll, den Zentralen Omnibusbahnhof nahe einem wichtigen Umsteigeknotenpunkt anzusiedeln.

Claus Schmiedel, MdL und Fraktion
Fraktionsvorsitzender

Veröffentlicht in Anträge
am 01.01.1990 von SPD in der Region Stuttgart

Antrag der SPD-Regionalfraktion Stuttgart

A. Der Regionalverband Region Stuttgart schreibt einen Wettbewerb „Kinder- und familienfreundliche Kommunen in der Region Stuttgart“ aus.

Folgende Aspekte sollen u.a. Kriterien für die Bewertung sein:

1. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf wie z.B.:

· ganztägige Kinderbetreuungsangebote i.V. mit frühkindlichen Bildungsangeboten

· Ganztagsschulen oder gleichwertige Bildungs- und Betreuungskonzepte

· Entsprechende Initiativen der lokalen Wirtschaftsunternehmen

· Einrichtung von familienbezogenen Dienstleistungsagenturen

2. Maßnahmen zum familiengerechten Wohnungsbau

3. Maßnahmen zur Sicherung der Nahversorgung

4. Angebote für eine familienfreundliche Freizeitgestaltung, z.B.

· für Spiel und Sport

· im kulturellen Bereich

· Orientierungshilfen für die Nutzung von Angeboten (z.B. Kinder-Stadt- und Fahrradwegepläne)

5. Familienfreundlichkeit im ÖPNV bei Leistung, Preisgestaltung und Darstellung

6. Formen der Mitwirkung von Jugendlichen oder Familien bei der Planung und Umsetzung familienfreundlicher Konzepte auf kommunaler Ebene (Jugend-Gemeinderat, Runde Tische)

Besonders sollen innovative Konzepte in den genannten Bereichen bei der Beurteilung berücksichtigt werden.

Der Auftrag zur Ausarbeitung und Durchführung des Wettbewerbs wird an einschlägig erfahrene Dienstleistungs-Unternehmen vergeben. Entsprechende Angebote sind einzuholen.

Der Wettbewerb ist im Jahre 2004 durchzuführen.

B. Der Regionalverband Stuttgart setzt sich selbst aktiv – in Zusammenarbeit mit der IHK, den Kammern und Einzelhandelsverbänden – u.a. mit folgenden Maßnahmen für eine kinderfreundliche Region ein:

· Einrichtung eines Beratungsservice für Unternehmen, die familien-freundliche Unternehmensstrukturen und Kooperationen mit Schulen entwickeln wollen,

· Einrichtung einer Dienstleistungsagentur, die kurzfristig und finanzierbar in Fällen der Kinderbetreuung in Familien Personal vermittelt,

· Aufbau eines Informationsnetzwerkes zwischen bestehenden Ganztages-schulen und Regelschulen, die den Antrag auf einen ganztägigen Schul-betrieb gestellt haben bzw. stellen wollen.

Begründung:

Angesichts des demografischen Wandels in der Gesellschaft wird die Konkurrenz um junge, qualifizierte Arbeitskräfte zunehmen. Eine familienfreundliche Regionalpolitik wird zum wichtigen Standortfaktor, weil junge Familien sich künftig verstärkt ihren Lebensort auch danach aussuchen, wo sie zur Erfüllung ihrer Lebensplanung die besten Voraussetzungen vorfinden. Der Wettbewerb soll einen ersten Schritt darstellen zur Profilierung der Region Stuttgart als „Familienfreundliche Region“.

Claus Schmiedel, MdL Birgit Kipfer, MdL und Fraktion
Fraktionsvorsitzender