SPD Stuttgart-Zuffenhausen

 

Veröffentlicht in Anträge
am 01.01.1990 von SPD in der Region Stuttgart

Angebotsverbesserungen im Rahmen der VVS-Tarifanpassung

Nur durch offenkundige Verbesserungen für die ÖPNV-Nutzer kann die vorgesehene Grunderhöhung der VVS-Tarife von 1,9 % rechtfertigt werden.

Eine Neudefinition der Kurzstrecke, die bezogen auf die Stadt Stuttgart mit 2046 Metern definiert ist, stellt eine solche Angebotsverbesserung dar. So soll die Kurzstrecke in den Verbundlandkreisen dahingehend neu definiert werden, dass dort auch größere Entfernungen noch mit den Kurzstreckentarifen zu befahren sind.

Als weitere Angebotsverbesserung soll auch für den Kurzstreckentarif eine Mehrfahrtenkarte eingeführt werden, auch wenn nach den vorgesehenen Änderungen im Rahmen der VVS-Tarifanpassung der Tarif der Kurzstrecke unverändert bleibt. Vorgeschlagen wird eine Rabattierung der Kurzstrecke im Wege der Mehrfahrtenkarte auf € 1.

Die Verwaltung wird beauftragt, diese Tarifgestaltungsvorschläge in den Aufsichtsrat des VVS und zuvor in die Tarifkommission des VVS einzubringen.

Begründung:

Die Grunderhöhung der VVS-Tarife um 1,9 % ist aus der derzeitigen Sicht zu hoch, da mit dieser bislang keine einschneidenden Verbesserungen des Tarifes verbunden sind.

Die vorgesehene Grunderhöhung kann nur durch offenkundige Angebotsverbesserungen für die ÖPNV-Nutzer rechtfertigt werden. Sie ist ansonsten in dieser Höhe nicht tragbar.

Bei der Möglichkeit der Nutzung der Kurzstreckenkarte besteht eine deutliche Benachteiligung der Verbundlandkreise, da die starre Definition der Kurzstrecke mit 2046 Metern, die in Stuttgart bei hoher Fahrhäufigkeit und insgesamt hohem Bedienungsstandard richtig sein mag, im Umland unangebracht ist, insbesondere bei Haltestellen, die insgesamt weiter voneinander entfernt sind und ebenso bezogen auch auf die möglichen Verkehrsbeziehungen.

Es sollte beispielsweise möglich sein, innerhalb der Markung einer mittleren Stadt mit der Kurzstrecke zumindest ins Stadtzentrum fahren zu können. Eventuelle Einnahmeausfälle dürften durch eine höhere Nutzung der Kurzstrecke in diesen Städten ausgeglichen werden. Zugleich würden verschiedene Subventionsmaßnahmen der Städte – zum Beispiel Kauf der Tickets im Rathaus mit Nachlass ETC – hinfällig.

Die übrigen Verbesserungen des Taktes der SSB und mögliche Verbesserungen im Rahmen der School-Card sind in den separaten Erhöhungssätzen bereits berücksichtigt.

Claus Schmiedel, MdL Dr. Elmar Lutz und Fraktion
Fraktionsvorsitzender

27.6.2003

Veröffentlicht in Anträge
am 01.01.1990 von SPD in der Region Stuttgart

Antrag der SPD-Regionalfraktion
zur Behandlung im Rahmen der Haushaltsberatungen für den Haushalt 2003

Mobilität in der Region

A. MOBILIST konkret

Die Verwaltung wird beauftragt,

• die Ergebnisse des Forschungsprojektes MOBILIST umfassend zu analysieren, zu bewerten und die Schlussfolgerungen in den zuständigen Gremien des Verbandes darzustellen

• in Umsetzung befindliche Ergebnisse aufzuzeigen bzw. Handlungsempfehlungen zur Umsetzung von Ergebnissen in der Region zu entwickeln

• Beteiligte und Kostenträger einer Umsetzung von Ergebnissen des MOBILIST Projektes in den jeweiligen Handlungsfeldern darzustellen

• soweit die Umsetzung von Ergebnissen neue Organisationsstrukturen erfordert, diese moderierend voranzutreiben.

Hierzu erforderliche Gutachtenskosten sind aus den entsprechenden Ansätzen im Verkehrshaushalt zu finanzieren.

Soweit Personalkosten erforderlich werden, können diese nach Beschluß der zuständigen Gremien im Vorgriff auf den Haushalt 2004 bereitgestellt werden, soweit sich nicht aus dem laufenden Personalhaushalt Einsparungen zu einer Finanzierung ergeben.

Begründung:

MOBILIST als Forschungsprojekt erfordert eine konsequent Umsetzung der verschiedentlich im Verkehrsausschuß dargestellten Forschungsergebnisse in die Praxis innerhalb der Region Stuttgart. Andernfalls würde sich für die Region kein langfristiges Ergebnis durch Verbesserung der Infrastruktur und der Verkehrsprobleme ergeben.

Dieser Handlungsbedarf ist wegen des Auslaufens des Forschungsprojektes Ende 2002 äußerst dringlich.

Als Aufgabenfelder mit Handlungsbedarf sollen hier nur beispielhaft genannt werden:

• das Fahrgast- und Anschlussinformationssystem im ÖPNV zumindest an den großen Verknüpfungspunkten im S-Bahnbereich

• die Citylogistic Projekte (z.B. in Weinstadt realisiert)

B. ÖV-Tag = Regionaltag – ein Tag lang kostenloses, unbegrenztes Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Der ÖV-Tag im Jahr 2003 wird mit dem Regionaltag 2003 zusammengelegt. An diesem Tag sollen alle Benutzer/innen umsonst mit dem Öffentlichen Nahverkehr innerhalb der Region fahren dürfen.

Begründung:

In der Region Stuttgart ist der europaweit durchgeführte autofreie Tag in einen ÖV-Tag umgewandelt worden. Die Aktionen, als Werbung für öffentliche Verkehrsmittel, haben stetig mehr Beachtung gefunden. Der letzte Aktionstag am 29.September 2002 war der vorläufige Höhepunkt.

Unter dem Motto “Die Region erleben – für den ÖV werben” sollen im nächsten Jahr bei einer Zusammenlegung von Regional- und ÖV-Tag die Menschen gewonnen werden, die vielfältigen Veranstaltungen an diesem Tag per Bus und Bahn zu besuchen. Dies erzielt beim Marketing erhebliche Synergieeffekte.

Bei dieser Aktion können sich Menschen, die dem ÖV kritisch gegenüberstehen und bisher keinen Anlass sehen, ihn zu nutzen, davon überzeugen, wie gut der ÖV in der Region ist.

Die entstehenden Kosten können die Verkehrsunternehmen als Werbungskosten behandeln.

Claus Schmiedel, MdL Andrea Klöber Christel Linkohr Dr. Elmar Lutz und Fraktion
Fraktionsvorsitzender

Veröffentlicht in Anträge
am 01.01.1990 von SPD in der Region Stuttgart

Die Verwaltung wird gebeten,

über die in Nordrhein-Westfalen vom Land initiierte Verkehrsdatensammlung, deren Verwertung sowie deren Nutzbarmachung auch im Rahmen der Telematik zu berichten.

über die technische Durchführung zu berichten.

darzulegen, wie das von MOBILIST erarbeitete Ergebnis im telematischen Bereich fortgeführt werden kann, möglicherweise unter Verwendung auch der Ergebnisse aus Nordrhein-Westfalen.

Claus Schmiedel, MdL Dr. Elmar Lutz und Fraktion
Fraktionsvorsitzender

Veröffentlicht in Anträge
am 01.01.1990 von SPD in der Region Stuttgart

Mobilität in der Metropolregion Stuttgart

Der Verband Region Stuttgart wird beauftragt,

1. mit den Städten Heilbronn sowie Reutlingen und Tübingen in Gesprächen über eine Verbundlösung für die Metropolregion Stuttgart einzutreten;

2. den regionalen Verkehrsplan in der Fortschreibung zu einem Verkehrsplan für die Metropolregion Stuttgart weiterzuentwickeln.

Begründung:

Ein Kennzeichen einer Metropolregion ist das steigende Mobilitätsbedürfnis innerhalb der Metropolregion. Deshalb ist es geboten, über das Gebiet des Verbandes Region Stuttgart hinaus die Verkehrsentwicklung so zu beeinflussen, dass sie den Mobilitätsbedürfnissen gerecht wird. Dabei gilt auch für die Metropolregion: Ohne einen kräftigen Zuwachs an öffentlichem Personennahverkehr wird auch der tägliche Stau vor allem im Berufsverkehr weiter zunehmen.

Claus Schmiedel, MdL Dr. Elmar Lutz und Fraktion
Fraktionsvorsitzender

AnträgeAusbauplanung

Veröffentlicht in Anträge
am 01.01.1990 von SPD in der Region Stuttgart

Antrag der SPD-Regionalfraktion:
Ausbauplanung von ÖPNV-Informationssystemen vorantreiben

Die Verwaltung wird beauftragt, den Haushaltsantrag der SPD-Fraktion zum Haushalt 2001 zur Einrichtung von Abfahrts- und Anschlußinformationssystemen im ÖPNV an den größeren Verkehrsknoten in der Region nun dringlich zu bearbeiten und eine Ausbauplanung mit Berücksichtigung von Kosten und Zeitkorridoren vorzulegen.
Begründung:

In der Vergangenheit hat der Projektkoordinator von Mobilist im Verkehrsausschuß über den Stand der Arbeiten – mit anderem Schwerpunkt – berichtet.

Der SPD-Fraktion ist es jedoch unverständlich, daß bei der Ausrüstung des neuen S-Bahn- und Busbahnhofs Filderstadt-Bernhausen moderne Technik nahezu nicht zum Einsatz kommt, sondern die entsprechende Information auf dem technischen Stand von 1900 durch größeren Personaleinsatz gewährleistet wird.

Der Anspruch, eine Region der Mobilitätstechnik zu sein, die diese vor Ort pilotmäßig umsetzt, ist damit derzeit weit von der Wirklichkeit entfernt.

Schmiedel, Dr.Lutz und Fraktion

16.11.2001