Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 16.06.2008 von SPD in der Region Stuttgart
Beide Seiten vereinbarten in Ihrem Gespräch ein Bündel von Initiativen, das in den nächsten Monaten auf den Weg gebracht werden soll.
Von einer „Verrohung der Sitten" in zahlreichen Betrieben der Region berichteten Bevollmächtigte der IG Metall in einem Treffen der Gewerkschaft mit Vertretern der SPD-Regionalfraktion. Beispiele: Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz werde nicht mehr vorrangig genutzt, um Spitzen abzudecken, sondern um Löhne zu drücken. Mit der Kombination von Befristung und Verleihung bilde sich zudem eine brisante Mischung heraus, welche zu Wanderarbeitern in unserer Region führt. Beschäftigte mit schlechten Deutschkenntnissen schließlich seien in den Betrieben meist von Qualifizierung und Weiterbildung abgeschnitten. Diese „neue soziale Realität" müsse endlich zur Kenntnis genommen werden.
Die Politik sei gefordert, regional und bundesweit klare Strategien und wirksame Maßnahmen für ‚gute Arbeit’ aufzulegen. Bernd Rattay, Bevollmächtigter der IG Metall in Göppingen/Geislingen und Mitglied des Aufsichtsrates der WRS: „Der von Region, Kammern und IG Metall herausgegebene ‚Strukturbericht’ für die Region Stuttgart, ist eine ausgezeichnete Grundlage, um gegen zu steuern". Der Strukturbericht werde übrigens außerhalb der Region hoch gelobt und in der Region noch zu wenig als Grundlage für aktive Politik genutzt. Positiv bewerteten SPD und IG Metall in diesem Zusammenhang das Projekt ‚vorausschauende Qualifizierung’. Hierzu führt die WRS seit einem Jahr mit mehreren Partnern beispielhaft für die Branchen Maschinenbau und Logistik das Projekt AQUARES durch.