SPD Stuttgart-Zuffenhausen

 

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am 09.11.2006 von SPD in der Region Stuttgart

Der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer und seine Landtagskollegin Katrin Altpeter haben Fachaufsichtsbeschwerde gegen Regierungspräsident Udo Andriof eingelegt. Grund dafür ist das Verhalten des Regierungspräsidiums bei der Planung und Durchsetzung des Nord-Ost-Ringes und der Andriof-Brücke. Katrin Altpeter: "Ziel dieser Beschwerde ist es, die Vorwürfe gegen Herrn Andriof noch einmal auf den Punkt zu bringen und klar zu machen, dass wir nicht gewillt sind, seinem Treiben tatenlos zuzusehen.".

Die Fachaufsichtsbeschwerde, die jeder Bürger einreichen kann, der bei einer Behörde fachliches Fehlverhalten vermutet, stützt sich auf drei Punkte: die fehlende Rechtsgrundlage für die Planung der Andriof-Brücke, die Unterlaufung des Planungsverbotes für den Nord-Ost-Ring und die Verletzung der Neutralitätspflicht. In ihren Ausführungen weisen die Abgeordneten darauf hin, dass im Generalverkehrsplan des Landes die Andriof-Brücke gar nicht vorgesehen ist. „Daraus folgt", so Scheer, "dass der Regierungspräsident gar nicht hätte planen dürfen, weil er keine Rechtsgrundlage dafür hat.". Dazu komme noch, dass mit diesem Vorhaben auch das Planungsverbot für den Nord-Ost-Ring unterlaufen werde. Das existiere deshalb, weil der Bund die Straße im Bundesverkehrswegeplan in den weiteren Bedarf eingestuft habe. Trotzdem plane Udo Andriof genau auf dieser Trasse eine Brücke, die somit nichts anderes als der „erste Bauabschnitt des Nord-Ost-Ringes" sei, so Scheer.

Als Drittes greifen die beiden Parlamentarier noch die Tatsache auf, dass das Regierungspräsidium für die Planung der Andriof-Brücke 25.000 Euro als „Beitrag" von der Industrie- und Handelskammer angenommen habe. Die verbinde damit, das wird in der Beschwerde anhand zahlreicher Zitate nachgewiesen, einen beschleunigten Einstieg in den Nord-Ost-Ring. So berichte die IHK in einer aktuellen Broschüre von einer „Beteiligung mit 25.000 Euro an den Planungskosten für eine Neckarbrücke bei Remseck als Teilstück eines von der IHK geforderten Nord-Ost-Rings um Stuttgart.". Für Katrin Altpeter führt das zu der klaren Schlussfolgerung, dass „Udo Andriof mit der Annahme dieses Geldes die Neutralitätspflicht verletzt hat, die in der Landesverfassung für alle Angehörigen des öffentlichen Dienstes festgeschrieben ist. Wir halten das für einen sehr schwerwiegenden Vorgang, der möglicherweise über die Beschwerde hinaus noch weiter juristisch überprüft werden muss.".

Überhaupt ist der übermäßige Einfluss und Druck von Seiten der Wirtschaft den beiden Abgeordneten ein Dorn im Auge. In einer einleitenden Darstellung zur Vorgeschichte des Nord-Ost-Ringes weisen sie darauf hin, dass vor allem regionale Wirtschaftslobbyisten dieses Projekt und seine Vorstufen vorangetrieben haben. Der Grund dafür sei die Tatsache, dass immer mehr Güterverkehr auf die Straßen verlagert werde um Lagerkosten zu sparen. Für Hermann Scheer ist das einer der gravierendsten Punkte, eine, wie er es bezeichnet, „moralische Schieflage", da nämlich die „Unternehmen sparen und die Gewinne erhöhen, während die Allgemeinheit dafür zahlt indem sie mit Lärm und Abgasen belastet wird.".

Katrin Altpeter pflichtet dem bei: „Hauptsächlich die Wirtschaft will den Ring, die übergroße Mehrheit der Menschen in der Raumschaft braucht und will ihn und seinen ersten Bauabschnitt nicht.". Hinzu komme, dass diese Planungen irrational seien, da sie mit Rezepten auf die Verkehrsprobleme reagierten, die sich schon viel zu oft als untauglich erwiesen hätten. „Für mich", so Altpeter, „ist die Andriof-Brücke ein Sakralbau des Straßenbauwahns. Eine betonstrotzende Huldigung an das längst untergegangene Zeitalter unbegrenzter automobiler Fortbewegung.". Durch solche Projekte, so die Abgeordnete, würden finanzielle Mittel gebunden, die besser in alternative Verkehrskonzepte investiert werden sollten. Hermann Scheer sieht das genauso: „Wer diese Brücke bauen will, der baut für die Vergangenheit und gegen die Zukunft.".

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am 09.11.2006 von SPD in der Region Stuttgart

SPD-Fraktion fordert in einem Antrag für den Verkehrsausschuss des Regionalparlaments einen Bericht über das aktuelle Verkehrskonzept für den Bereich Neue Messe / Flughafen - Verkehrsexperte Leipnitz: „Die Uhr tickt!"

„Wenn im kommenden Jahr die neue Landesmesse in Betrieb geht, wird Stuttgart 21 im besten Fall gerade einmal beschlossen sein - von einer Verlängerung der Stadtbahn über den Fasanenhof hinaus zur Neuen Messe ganz zu schweigen. Aber beide Maßnahmen sind feste Bestandteile der verkehrlichen Erschließung dieses Bereichs und ohne einen leistungsfähigen ÖPNV geht es nicht", so Thomas Leipnitz, der verkehrspolitische Sprecher der SPD im Regionalparlament.

„Wenn wir jetzt nicht handeln, um größere Verkehrsprobleme ab dem kommenden Jahr auf den Fildern zu verhindern, droht ein Verkehrskollaps am Flughafen und der Neuen Messe an stark frequentierten Messetagen. Deshalb muss jetzt dringend über die notwendigen Maßnahmen nachgedacht und ihre Umsetzung rasch eingeleitet werden. Die Uhr tickt", so der SPD-Verkehrsexperte Leipnitz abschließend.

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am 09.10.2006 von SPD in der Region Stuttgart

Mit der Wiederwahl von Dr. Jürgen Zieger in Esslingen, der zweitgrößten Stadt der Region, konnten die Sozialdemokraten in der Region Stuttgart die Zahl der Rathaus-Chefs mit SPD-Parteibuch in den großen Kreisstädten auf dem erreichten hohen Stand halten. Vor wenigen Wochen stieß mit Matthias Klopfer in Schorndorf ein neuer Oberbürgermeister als Neunter in die Riege der bisherigen SPD-OB’s dazu. Nach einigen herben Niederlagen vor einigen Jahren, etwa in Backnang oder Sindelfingen, steigert sich die Zahl der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, welchen man die Geschicke ihrer Stadt anvertraut, seither in den letzten Jahren kontinuierlich auf ein neues Hoch. Peter Hofelich: „Das sind natürlich in erster Linie Persönlichkeitswahlen und das Verdienst gebührt zuallererst den siegreichen Oberbürgermeistern und den lokalen Unterstützern. Aber es ist auch ein ermutigendes Zeichen, dass in der Kernregion des Landes Sozialdemokraten siegen können. Das wird auch das politische Lebensgefühl unserer Region prägen. Und: Wir können und müssen das Wiedererstarken der SPD im Lande vor allem auch von neuem Vertrauen in den Städten und Gemeinden her bewerkstelligen ! Da geben solche Ergebnisse Zuversicht.“

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am 26.09.2006 von SPD in der Region Stuttgart

Stuttgart 21: Ute Vogt und Wolfgang Drexler bei Bundesverkehrsminister Tiefensee

„Baden-württembergische Sozialdemokraten wollen Neubaustrecke Stuttgart – Ulm und Durchgangsbahnhof Stuttgart mit Fildertunnel“

Bei einem Gespräch mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee haben die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt und der in der Fraktion für das Projekt Stuttgart 21 zuständige Abgeordnete und Landtagsvizepräsident Wolfgang Drexler ihre Unterstützung für die im Rahmen dieses Projektes geplanten Investitionen in den Fern- und Regionalverkehr Baden-Württembergs deutlich gemacht

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am 18.09.2006 von SPD in der Region Stuttgart

SPD will regionales Kompetenzzentrum ‚Luft- und Raumfahrt’

Den bisherigen regionalen Kompetenzzentren, mit denen die Region Stuttgart ihre technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erneuern und vorantreiben will, möchte die SPD-Regionalfraktion ein weiteres hinzufügen: „Luft und Raumfahrt ist ein Wachstums- und Innovationsfeld der Zukunft. Das Institut für Raumfahrtsysteme an der Uni Stuttgart könnte der Nukleus eines neuen regionalen Kompetenzzentrums werden. Aufgrund der heute schon gegebenen hohen, in Deutschland weit führenden Ausbildungsleistung, der technologischen Exzellenz und der guten Vernetzung des Institutes wäre es ein idealer Partner, um zusammen mit der regionalen Wirtschaftsförderung ein solches neues ‚Cluster’ zu initiieren und voranzubringen", so der stellvertretende Vorsitzendes des Verbandes Region Stuttgart, Peter Hofelich, anlässlich des Besuches seiner Fraktion. Die Mitglieder der Fraktion, darunter auch die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Ute Kumpf, zeigten sich beeindruckt vom Leistungsspektrum des von Professor Roeser geführten Institutes. Bauliche Erweiterungen sind geplant und dürfen auf Hilfe des Landes hoffen. Was die Region an Mehrwert einbringen kann, soll nun Gegenstand von Gesprächen sein. Denkbar sind neben Unterstützung im Marketing auch die Anwerbung von europäischen Förderprogrammen, das Knüpfen eines Netzwerkes von Interessenten aus der Industrie und schließlich natürlich Flächenangebote für künftige Ausgründungen und Neugründungen. „Manche Areale in der Region haben ja als Konversionsgelände sogar eine ausgesprochene Flugfahrt-Tradition". Die SPD-Fraktion wird ihre Vorstellungen und zu klärende Fragen in einem Antrag für den Wirtschaftsausschuss präzisieren und hofft auf eine konstruktive Beratung. Peter Hofelich: „Forschung und Entwicklung in industrielle Verfahren, in Produkte und Dienstleistungen schneller und konsequenter umzusetzen, ist eine der Schlüsselaufgaben für eine wettbewerbsfähige regionale Wirtschaft, welche gut bezahlte Arbeitsplätze bietet !"